![]() INSTITUT FÜR RAUMEXPERIMENTE En / De Nichts bleibt gleich Making Of: Film Practices Making Of: Reading Practices Making Of: Walks Making Of: Experience Experiments Making Of: Ideas are Motion 1 Ideas are Motion 2 Ideas are Motion 3 Programm & Aktives Archiv Welcome Walk Playing Stairwell Chopsticks Concert Teil 1: Boston Experimente Glaskonzert Karawane (2010) Marey Experimente Bewegung Bewerbung Teilnehmer Impressum Kontakt Wintersemester 2011 - 2012 17. Oktober 2011 - 18. Februar 2012 |
"Without Destination - TRAIL", Reykjavik Art Museum - Hafnarhús Das Institut für Raumexperimente unter der Leitung des Künstlers Olafur Eliasson ist eine pädagogische Forschungsmodell an der Universität der Künste Berlin. Die Teilnehmer des Instituts erproben Experimente zu räumlichen Praktiken und Fragestellungen, die sich im Rahmen der Plakateserien im Verhältnis zu Gebäuden, städtischen Umgebungen oder in der Landschaften wiederspiegeln. Im Sommer 2010 unternahm eine Gruppe von Studierenden des Instituts mit Osk Vilhámsdóttir als Tourguide eine Wanderung durch das Landesinnere Islands. Das Ergebnis dieser Erfahrung kann man in Form von Plakaten im ganzen Museum sehen. Die Museumsbesucher sind aufgefordert, sich anhand einer speziell für diese Gelegenheit angefertigte Karte des Hafnarhús, auf der die Standorte der Plakate markiert sind, zu orientieren und ihre eigene Expedition zu unternehmen. Das Institut für Raumexperimente steuert den folgenden Text als Begleitmaterial zu ihrem Projekt bei: Die in »Ideen sind Bewegung« dargestellten Reisen fanden statt in: Zur ersten Hälfte des Plakatexperiments gehört, dass jeder einzelne Teilnehmer gebeten wird, basierend auf seinem spezifischen künstlerischen Interesses und unter Benutzung eines Plakatformats ein individuelles Projekt zu entwerfen. Die Parameter für die Experimente sahen vor, dass ihr Inhalt von dem Ort, der Bewegung, dem Raum und der Zeit inspiriert werden sollen, die für jede Reise spezifisch waren. Orte sind Prozesse. Jeder Blickwinkel innerhalb eines Prozesses ist eine Verzerrung dessen, was übergreifend im Ganzen stattfindet. Und während der Inhalt eines jeden einzelnen Plakats die unterschiedlichen Blickwinkel der Teilnehmer widergespiegelt (einige Plakate sind Skizzen von Ideen, andere sind Behauptungen, autonome Projekte oder Projektvorschläge ...), wird das Institut für Raumexperimente in der Gesamtheit der Plakate ebenfalls widergespiegelt. Die zweite Hälfte des Experiments besteht in der Organisation von Gruppenausstellungen der Plakate. Nach Abschluss der Exkursion und der Produktion der Plakate reisen diese zu den Städten zurück, die auf den Reisen besucht wurden. Mit Kuratoren und kulturellen Institutionen an den jeweiligen Orten wird Kontakt aufgenommen, um mit ihrer Hilfe geeignete Ausstellungskontexte zu entwickeln. Auf diese Weise spiegeln sich die Reisen zunächst in individuellen Plakaten wider, und dann werden Erfahrungen und Eindrücke durch das jeweilge Ausstellungformat an den jeweiligen Orten kommuniziert. Das Kuratieren der Ausstellungen als Serie kultureller Beziehungen reflektiert ebenfalls zurück auf das Experiment, den Prozess als sich wandelnde Ideen in Bewegung zu begreifen. Die Ausstellung gibt jedem Experiment einen Eindruck von Geschlossenheit und versteht sich gleichzeitig als Explosion von Ideen in die Welt hinaus. Die verschiedenen Reflexionsübungen - von den Einzel- über die Gruppenausstellungen bis hin zu einer Publikationsreihe - verstehen sich als ein Prozess, in dem Denken zu einem Gedanken verdichtet. Das Institut für Raumexperimente unter Leitung von Prof. Olafur Eliasson ist als Projekt an die Fakultät Bildenden Kunst der Universität der Künste Berlin (UdK) angeschlossen und wird durch die Senatsverwaltung für Bildung Wissenschaft und Forschung, Berlin gefördert. |