Walks

Making OF : Walks
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Map Walk:
Mach eine Kopie des Stadtplan einer beliebigen Stadt X, um Dich in Stadt Y, in der Du Dich befindest, zu orientieren. Benutze diese Kopie zur Navigation, frage Fremde, wo Du Dich auf der Karte befinden könntest und wie Du anhand der Karte an Dein Ziel gelangen kannst.

Backwards Walk:
Gehe für fünfzehn Minuten rückwärts durch die Stadt.

Net Walk:
Bitte alle Teilnehmer einer Gruppe die Arme auszustrecken. Alle positionieren sich so, dass sie gerade noch die Fingerspitzen der Personen neben sich berühren können. Haltet die Distanzen bei während Ihr für zehn Minuten durch die Stadt geht.

Lay Down Line Walk:
Legt Euch in einer Reihe – Kopf an Fuß – im öffentlichen Raum auf den Boden. Die letzte Person in der Reihe, steht auf und rennt oder geht zum Anfang und legt sich dort hin. Die nun letzte Person steht auf und läuft zum Beginn der Schlange und legt sich der Länge nach hin. Wiederholt das solange bis jeder mindestens drei an der Reihe war.

Estimation Sound Walk:
In einer Gruppe von zwei bis fünf Personen schließt einer die Augen. Die anderen stellen sich direkt um diese Person herum, jeder von ihnen sagt nacheinander „Hier“ und entfernt sich dann um eine beliebige Schrittzahl von der Person in der Mitte und wiederholt dann ein „Hier“ in der gleichen Lautstärke wie zuvor. Die Person mit den geschlossenen Augen rät wieviele Schritte sich die anderen jeweils entfernt haben und zeigt noch immer mit geschlossenen Augen an, wo die anderen jeweils stehen.

Ever Walking Walk:
Lege ein bliebiges Ziel am anderen Ende der Stadt fest. Mach Dich auf den Weg, benutze öffentliche Verkehrsmittel, wenn Du willst. Hör nicht auf zu gehen, laufe ununterbrochen, egal wo Du gerade bist - in der U-Bahn, beim Warten, etc. - bis Du dort ankommst.

Slow Walk:
Geht als Gruppe ganz, ganz, ganz langsam für 15 Minuten im öffentlichen Raum. Spüre Deine Gewichtsverlagerung bei jedem Schritt. Spüre wie Deine Balance sich verschiebt. Spüre wie jeder Moment des verlangsamten Bewerbungsablaufs sich auf Deinen gesamten Körper auswirkt. Vergiss nicht zu atmen.

Diagonal Walk:
Gehe in diagonalen Linien durch den Stadtraum zu einem Ort, der einen Kilometer entfernt liegt.

Straight Walk:
Jeder Teilnehmer der Gruppe wählt einen Gegenstand in beliebiger Distanz aus. Alle starten gleichzeitig und versuchen auf einer gerade Linie zum jeweiligen Gegenstand und wieder zurück zu laufen.

Blind Walk (Variation I):
Bildet einer Zweierteam: Eine Person hat verbundene Augen, ein Person benutzt Ohrstöpsel. Lauft los. Einer führt sehend, der andere führt hörend.

Estimation Walk (Variation I):
Lege eine Distanz von 100 m fest. Die Gruppe startet gemeinsam, alle gehen in dieselbe Richtung. Jeder stopt, wenn er denkt, dass er 100 m weit gegangen ist.

Smell Walk:
Lege ein bestimmtes Ziel fest. Folge den verschiedenen Gerüchen, auf die Du stösst. Verlierst Du einen Geruch aus der Nase, folge jeweils einem anderen bis Du Dein Ziel erreichst. Lass Umwege zu.

See Walk:
Definiere einen Weg und ein Ziel. Orientiere Dich anhand des im Spiegel reflektierten Raums. Gehe dorthin, indem Du im Spiegel siehst wohin du gehst.

See Walk (Variation I):
Arbeitet zu zweit oder zu dritt. Orientiert Euch anhand des im Spiegel reflektierten Raums. Geht gemeinsam los. Orientiert Euch, indem Ihr den Spiegel der anderen nutzt, um zu sehen wohin Ihr geht.

Slope Walk:
Suche eine Steigung. Sieh abwärts. Stelle Dir vor, das Gefälle ist eine ebene, horizontale Fläche. Laufe hangabwärts als wäre es eine ebene Fläche.

Slope Walk (Variation I):
Suche eine Steigung. Laufe rückwärts hangabwärts.

Slope Walk (Variation II):
Starte am Fuß einer Steigung. Sieh aufwärts. Stelle Dir vor, das Gefälle ist eine ebene, horizontale Fläche. Laufe hangaufwärts als wäre es eine ebene Fläche.

Slope Walk (Variation III):
Gehe mit geschlossenen Augen eine Steigung hinauf oder hinunter. Stelle Dir vor es gibt kein Gefälle.

Walk (Time Your Space):
Lege eine bestimmte Distanz (300 m) oder ein Ziel (bis zum nächsten Baum) fest; und ein etwas unrealistisches Zeitfenster (3 min; 30 min), um dort anzukommen. Gehe ohne anzuhalten. Schaue nicht auf die Uhr. Versuche Dein Ziel zeitgenau zu erreichen.

Sound Walk (Line):
Bilde mit mehreren Personen eine Kette. Adressiere die Person rechts und links von Dir mit “Hallo”. Bewegt Euch auseinander, indem Ihr die Lautstärke der “Hallos” erhöht. Ist das “Hallo” auf einer Seite nicht mehr hörbar und die Kette an dieser Stelle unterbrochen, dann verkleinere den Abstand und schließe wieder an das nächste “Hallo” an. Seht wie weit Ihr Euch voneinander entfernen könnt, so dass Ihr das “Hallo” noch auf beiden Seiten hört. (Versucht, die ganze Kette zu sehen und zu dokumentieren.)

Extended Body Walk:
Stelle eine einfache Prothese (aus Pappe) her, die an einen bestimmten Teil des Körpers passt. Befestige die Vorrichtung. Lege ein relativ weit entferntes Ziel fest. Gehe dorthin.

Blind Walk:
Startet an einem Euch unbekannten Ort. Eine Person hat verbundene Augen, eine Person führt. Lauft los. Die Person mit verbunden Augen versucht einen Bogen zu schlagen und zum Ausgangsort zurückzufinden.

Wir freuen uns über die Zusendungen der Dokumentationen Eurer Walks:
institut (at) raumexperimente.net